Einführung in die Arbeit der Systemischen- Taumapädagogik 


Einführung in die Traumapädagogik für Mitarbeiter von sozialen und pädagogischen Einrichtungen

 

In pädagogischen Einrichtungen werden wir häufig mit besonderen Verhaltensweisen konfrontiert, die zunächst schwer einzuordnen sind.

Das  betrifft sowohl die ambulante und stationäre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen als auch mit Flüchtlingen, Erwachsenen, sowie Menschen mit geistigen Einschränkungen.

Hier gilt es Traumatisierungen zu erkennen und mit Hilfe von  geschultem Fachpersonal einen Raum zu schaffen, der sowohl vor Retraumatisierungen schützt, als auch eine Unterstützung für  die anstehende oder bestehende Traumatherapie darstellt.

Systemische - traumazentrierte Pädagogik heißt:

Aus den Erkenntnissen der Psychotraumatologie, der Gehirn- und Bindungsforschung eine erweiterte Sicht auf die besonderen Verhaltensweisen zu entwickeln. 

Dabei hat das Zusammenspiel mit den beteiligten Systemen eine wichtige Rolle. Hier können für alle Beteiligten besondere Belastungen eingeschränkt und durch ein Bewusstsein z.B. (Intrusionen) Flashbacks mindestens reduziert werden.

 (L. Reddemann  / L. Besser / G.Hüther / W. Weiß / S. Barbara /

Entlang der Bindungsforschung ist es besonders wichtig, in Einrichtungen eine Kultur für einen  „SICHEREN ORT“ zu schaffen.

Neben der Sorge für die Betroffenen, beinhaltet der systemische Gedanke das Einbeziehen des sozialen Umfeldes in seiner Belastung.

Das pädagogische Fachpersonal in seiner ständigen Herausforderung ist hier in einer sehr beanspruchten Situation.

Hier besteht i. d. R. ein großer Unterstützungsbedarf, um einer „Sekundärtraumatisierung“ vorzubeugen.

 (Salutogramm, R. Jegodtka / P. Luitjens )

 

Inhalt der Fortbildung:

Vorab findet eine kurze Sicht auf die Entwicklung der Traumatherapie statt.

  • Schwerpunkt ist die Wahrnehmung eines vorliegenden Traumas und den sich daraus ergebenden besonderen pädagogischen   Anforderungen. 
  • Wie können die traumatisierten Personen hilfreich  unterstützt werden.
  • Ursachen und Auswirkungen von (PTBS) und „Dissoziative  Identitätsstörungen“ (DIS)  werden mit ihren neurobiologischen Besonderheiten, auffallender und störender Symptome erörtert.
  • Durch Erarbeiten von hilfreichen und unterstützenden Methoden kann in der traumapädagogische Arbeit einen besonders wichtiger und entscheidender Raum gestaltet werden. Dabei sind bei der Arbeit mit geistig Beeinträchtigten zusätzlich sehr spezifische Besonderheiten zu berücksichtigen!

 

Dauer der Fortbildung:

In der Regel sind für diese Fortbildung 2 Tage nötig um erste nachhaltige und Nutzbare Anwendungen zu vermitteln. 

Referent der Fortbildung

Manfred Stroth

Pädagoge (Uni Bonn), Trauma Pädagoge

Berater für systemische Familientherapie (Weinheim)

Coach für Konflikt- und Deeskalationstraining
Weiterbildungen: Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, 
Anti-Aggressionstraining, Systemisches Elterncoaching

Tätig in der stationären Jugendhilfe mit Schwerpunkt auf: Intensivpädagogik und Arbeit mit unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen.