Mein Kind will keine Hausaufgaben machen! 

7 Tipps, die helfen!

Was Sie tun können, um stressfreier mit Ihrem Kind Hausaufgaben zu machen!














"Mein Kind will keine Hausaufgaben machen!" 

"Keine Lust auf Hausaufgaben!"

"Mein Kind verweigert die Hausaufgaben!"

Sicherlich kommt Ihnen die eine oder andere Aussage bekannt vor.

Neulich war ich bei Freunden zu Besuch und musste miterleben, wie es in der Küche Streit gab um das Thema Hausaufgaben.

Die Mutter saß mit ihrem 8-jährigen Sohn am Küchentisch und war völlig genervt, weil der Jüngste  sich weigerte, die Hausaufgaben zu machen.

Ob es sich um Matheaufgaben oder Englischvokabeln handelt, in den meisten Familien ist dieses Thema ein Streit- und Stressfaktor mit vielen Diskussionen und oft fließen dabei auch noch viele Tränen auf beiden Seiten.  

In diesem Beitrag werde ich Ihnen 7 Tipps geben, die Ihnen helfen sollen, wieder entspannter an die Sache heranzugehen.

Es scheint eine immer größer werdende Seltenheit zu sein, dass Kinder freiwillig an den Schreibtisch gehen. Hausaufgaben sind ein großes Thema, vor allem wenn die Mutter alleinerziehend ist. 

Da liegen die Nerven oft blank, was ja auch verständlich ist. 

Kinder wenden meistens verschieden Strategien an, um das "Hausaufgaben machen" zu boykottieren. Dazu gehören unter anderem: immer wieder aufstehen, um etwas anderes zu machen, 'rumquengeln und meckern bis hin zu plötzlichem Ausrasten.

Eltern verlieren schnell die Geduld, halten Vorträge und drängen das Kind dazu endlich loszulegen.  

Wenn sich  das mehrfach (täglich) wiederholt, kommt es zu einer Spirale aus Stress, Ärger, Hilflosigkeit und Überbelastung in der Familie und somit zu einem Problem, das alle belastet.

Was sind denn die Gründe dafür? In erster Linie sehe ich da Leistungsdruck. Viele Eltern sind sehr darauf bedacht, dass Ihr Kind super schulische Leistungen erbringt, denn die Laufbahn der Schule gilt ja heutzutage als absolute Sicherheit, für eine gute Zukunft des Kindes.

Die Hausaufgaben bekommen somit schon ab der ersten Klasse eine enorm hohe Bedeutung. 

Eltern neigen unter Stress dazu ihr Kind eher zu demotivieren, als zu motivieren. Sätze wie: "Konzentrier' dich doch mal!", "So geht das nicht!", "Bist du immer noch nicht fertig?", "Dass musst du besser machen!" nehmen dem Kind die Motivation und die Freude an den Hausaufgaben. 

Für Kinder ist es wichtig, dass sie das Gefühl haben, ihre Sache selbstständig und gut gemacht zu haben.

1. Finden Sie zunächst heraus, wann die beste Zeit für Hausaufgaben ist. Während es für manche Kinder besser ist, sich gleich nach dem Essen an die Hausaufgaben zu machen, wollen andere erst spielen und sich austoben. Es ist für manche Kinder ideal, die Hausaufgaben am späten Nachmittag oder am frühen Abend zu machen.

Beobachten Sie ihr Kind und sprechen Sie mit Ihm und vereinbaren sie gemeinsam, welche Zeit es gerne nutzen will. Auch wenn es für viele Eltern ungewöhnlich ist: "Wichtig ist, das Ihr Kind mit der ausgewählten Zeit dann auch zurecht kommt."

2. Wo die Hausaufgaben gemacht werden, sollten Sie auch mit Ihrem Kind besprechen, dabei ist es im Grunde eine individuelle Entscheidung, bei der es keine Rolle spielt, ob die Hausaufgaben am Schreibtisch, im Wohnzimmer, in der Küche oder im eigenen Zimmer gemacht werden.

3. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind während der Hausaufgaben nicht abgelenkt wird, z.B. durch Musik, kleinere oder größere Geschwister, Handys oder andere Störfaktoren.

4. Soll Mama oder Papa dabeibleiben? Also, wenn Ihr Kind wünscht, dass Sie dabeibleiben und mit am Tisch sitzen, kann ich Ihnen sagen, dass es nicht so ideal ist, denn Eltern sollten keine Hilfslehrer sein. Bleiben Sie lieber etwas in Distanz und halten Sie sich in der Nähe auf, wenn Ihr Kind Fragen hat. Sie müssen auch nicht sofort alles erklären, wenn Sie von Ihrem Kind gefragt werden. Helfen Sie lieber Ihrem Kind, den Weg zur Lösung selber zu entdecken.

5. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind zuviel Zeit braucht für die Hausaufgaben und das fast jeden Tag, dann sprechen sie mit dem Lehrer in Ruhe und erläutern Sie das Problem. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Thema an einem Elternabend zur Sprache zu bringen und zu schauen, was die anderen Eltern so dazu sagen. 

In der ersten und zweiten Klasse sollte das Kind mit 30 Minuten für die Hausaufgaben auskommen, doch viele Eltern sitzen mit ihren Liebsten 1 bis 2 Stunden da. Ab der fünften Klasse sollte das Kind maximal 1 bis 1,5 Stunden brauchen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind ständig länger braucht, dann kann das ein Zeichen von Überforderung sein.

Ein häufiger Grund kann zum Beispiel in dem Wechsel liegen von der Grundschule in die weiterführende Schule. Wenn Ihr Kind auf dem Gymnasium ist und Sie am Anfang schon bemerken, dass es lange braucht, um die Hausaufgaben zu erledigen, dann sollten Sie vielleicht überdenken, ob Sie mit dieser Schulform Ihrem Kind einen Gefallen tun.

6. Ihre Kinder sollen lernen selbstständig zu werden, das heißt, dass Sie Ihre Kinder auch "vor die Wand laufen" lassen müssen. Wenn Ihr Kind zum Beispiel etwas in der Schule vergessen hat, dann fahren Sie nicht jedes Mal mit dem Kind zurück zur Schule.

Sollte Ihr Kind immer wieder die Hausaufgaben vergessen haben, dann lassen Sie es bei der Lehrerin anrufen und nachfragen. Wenn Sie jedes Versagen Ihres Kindes verhindern wollen, dann wird es im Leben mit Tiefschlägen nicht umgehen können. Bringen Sie Ihrem Kind lieber Verantwortung bei, das heißt, dass es lernt, auch die Verantwortung für das zu tragen, was es nicht tut.

7.  Die kleineren Kinder haben noch kein gutes Zeitgefühl und können schlecht einschätzen, wie lange sie brauchen, um die Hausaufgaben zu erledigen. Stellen Sie eine Küchenuhr parat und stellen Sie diese auf 5 oder 10 Minuten ein. Schauen Sie, was Ihr Kind in der Zeit geschafft hat und sprechen sie ein anerkennendes Lob aus. "Toll gemacht, 3 Aufgaben in 5 Minuten, dann schaffst du die anderen Aufgaben auch noch bis zwei Uhr und wir können dann auf den Spielplatz gehen."

Wenn Sie ältere Kinder haben, sollten Sie ein festes Zeitlimit zu Grunde legen. Alles, was bis dahin noch nicht erledigt ist, bleibt eben liegen.

Seien Sie versichert, wenn Ihr Kind die Erfahrung unerledigter Hausaufgaben macht, wird es sehr schnell die Lust am "Trödeln" verlieren.


So, das war es zu dem Thema und ich hoffe, dass Ihnen der Beitrag nützlich ist im Umgang mit den Hausaufgaben. Sicherlich gibt es noch viele andere Umstände, die das Hausaufgaben machen erschweren. Bleiben Sie am Ball und achten Sie auf sich und Ihr Wohlbefinden.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen dazu haben, dann schreiben Sie mir ganz unten eine E-Mail.

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Herzliche Grüße

Uwe Trevisan


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